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FAQ zu den Kirchenbüchern

 

Was ist Genealogie?

Genealogie ist eigentlich eine Hilfswissenschaft der Geschichtsschreibung. Sie hat das Ziel, Namen und Lebensdaten von miteinander verwandten Personen zu ermitteln. Wichtigste Quelle dafür sind die sogenannten Matrikenbücher (Kirchenbücher).

 

Was sind Matrikenbücher?

Als „(Pfarr)Matriken“ im eigentlichen Sinn bezeichnet man in Österreich jene Kirchenbücher, in denen der Pfarrer die Taufen, Trauungen und Sterbefälle, die in seiner Pfarrgemeinde vorkommen, einträgt. In Deutschland werden diese Bücher auch als Matrikeln bezeichnet. Eine amtliche, staatliche Matrikenführung wurde in Österreich erst 1939 eingeführt. In Deutschland bereits im Jahre 1876.

 

Ab wann gibt es Matrikenbücher?

Zeugnisse für Taufmatriken aus West- und Südeuropa gibt es vereinzelt seit dem Frühmittelalter. Obwohl das Decretum Gratiani (1140) eine Forderung nach Taufmatriken enthält, werden kirchenbuchartige Aufzeichnungen erst im 15. Jahrhundert häufiger. Seit dem Konzil von Trient (1545-1563) wird die Führung von Pfarrmatriken verpflichtend. Selten sind die Matriken aus dieser Zeit erhalten. Die ältesten erhaltenen Matriken in der Diözese St. Pölten stammen aus Wilhelmsburg (1579). Flächendeckend setzte die Matrikenführung erst mit Beginn des 17. Jahrhunderts ein. Für den Familienforscher bedeutet dies, dass über die Kirchenbücher seine Vorfahren nur bis zu dieser Zeit zurückverfolgbar sind. Für die Zeit davor können möglicherweise andere Quellen Auskunft geben, wie Urkunden oder grundherrschaftliche Verzeichnisse.

Matrikenbücher vor 1900 sind generell in Kurrent geschrieben. Zu beachten ist bei den jüngeren Matrikeneinträgen auch das Personenstandsgesetz, welches eine 100jährige Sperrfrist vorsieht.

 

Welche Informationen finde ich in den Matriken?

Idealerweise enthalten die Taufbücher Angaben zur Taufe und/oder der Geburt der jeweiligen Person sowie dessen Eltern und Paten (Namen, Wohnort, Beruf). Trauungsbücher berichten über die Ehepartner (Wohnort, Beruf, Alter), deren Eltern und Trauzeugen und die Eheschließung selbst, Sterbebücher hingegen über den Verstorbenen (Todesursache, Alter, Wohnort, Begräbnisort). In den meisten Fällen wird auch der jeweils handelnde Priester genannt.

Die Eintragungen in den Matriken aus Österreich sind unterschiedlich gestaltet, da es - vor allem für die Anfangszeit - keine dementsprechenden Richtlinien gab;  daher waren knappe und sparsame Ausführungen zunächst vorherrschend. Anzumerken ist auch, dass in den ersten beiden Jahrhunderten der Matrikenführung (fast) nur die Tauf- und Begräbnisdaten, nicht aber die Geburts- und Todesdaten aufgezeichnet wurden; dies geschah erst in der josephinischen Zeit (ab den 70/80er Jahren des 18. Jahrhunderts). Damals erhielten die Kirchenbücher auch eine neue Form, indem die verschiedenen Informationen in Rubriken geteilt wurden. Interessant auch für Hausgeschichtsforscher ist die Tatsache, dass Kaiserin Maria Theresia um 1770 die Einführung von Hausnummern veranlasste, die ab diesem Zeitpunkt in den Matriken zu finden sind. Erwähnenswert ist noch der Umstand, dass die Bücher in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts teilweise getrennt nach Ortschaften bzw. Rotten geführt wurden.

 

Wo befinden sich die Matrikenbücher?

Die Matrikenbücher wurden in der jeweiligen Pfarre geführt und werden entweder heute noch dort verwahrt oder befinden sich zentral in den (kirchlichen) Archiven.

 
News
Erzdiözese Wien - Stadt Wien: 01., St. Augustin, Bürgerspital und Hofburgpfarre
12.09.2014 - Matricula:

Die Bücher sind online.

Erzdiözese Wien - Stadt Wien: 09., Lichtental
09.09.2014 - Matricula:

Die Matriken sind abrufbar.

Nächste Onlinestellungen
03.09.2014 - Matricula:

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